Ecuador: Einnahmen aus der Landwirtschaft 1961-2013
/ Ecuador - Länderinfo
# Diagramm I.8.4
84 KB
Quelle: FAO 2014[LST_FAO_ECU_A], TEOO Stefan Golla 2016 Quelllink bitte aus TEOO-Datenbank ableiten. Download unter Kategorie: Weiterentwicklung/Quelldatenbank Diagrammbeschreibung I.8.2-4: Die Graphen in den Diagrammen I.8.2 bis 4 für verschiedene Nutzpflanzen sind untereinander farblich eineindeutig gewählt. Je nach Quellenlage der FAO wurden über den Zeitraum 1960 bis 2014 aus 80 bis 84 verfügbaren Datensätzen die 10 bis 11 bedeutenden Anbaukulturen im Endeffekt über gut zwei bis sechs Größenordnungen analysiert und dargestellt. Da einige Produkte einen pro Gewicht sehr viel größeren Verkaufswert erzielen, wie Kaffee (dunkelrot) und Kakao (hellgrün), als Bananen (hellrot) oder Palmöl (hellgelb), wäre eine lineare Skaleneinteilung insoweit unhandlich, dass eine Darstellung darin am oberen Rand unbrauchbar geworden wäre. Zudem hätten kostbaren Gütern nicht die Relevanz zugesprochen werden können, wie der Masse. Erstere wären aus der Grafik verschwunden oder nur über einen sehr kurzen Zeitraum erschienen. Die logarithmische Skala ermöglicht auch eine visuell leicht erfassbare Veränderung über den gesamten Zeitraum wahrzunehmen. Dabei zeigt sich gerade, dass bei diesen Früchten der Preis- und Umsatzzuwachs für ökologischen, nachhaltigen (Bio) und nach sozial-verantwortungsvollen (Fair) Anbau immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dies ist z.B. für Kaffee (dunkelrot) sehr deutlich: Während die Produktion seit 2006 sehr stark abgenommen hat, stagnierte und sich nunmehr erholt, so stiegen die Einnahmen während der ganzen Zeit stetig. Dieser Trend ist auch bei Kakao (hellgrün) zu sehen. Leider ist aus den Daten der FAO nicht deutbar, wie hoch der Anteil der biologisch angebauten und fair gehandelten Nahrungs- und Genussmittel ist. Ein tiefer Blick hierein könnte diese Annahme wahrscheinlich bestätigen. Im Vergleich zwischen dem ersten und dem dritten Diagramm ist zu erkennen, dass hier nicht mehr erscheinende Nutzpflanzen zu Exportgütern in Ecuador verarbeitet und ggf. umgewandelt werden. Dies trifft vor allem auf Zucker-/Stärkepflanzen (Zuckerrohr: dunkelblau und Mais: dunkelgrün) zu. In Hinblick auf das zweite Diagramm scheint jede genannte Frucht für sich charakteristische, proportionale Erträge zu erbringen. Bei genauerer Betrachtung mit dem Hintergrundwissen, das Monokulturen, Dünger und Pflanzengifte vonseiten der Hersteller höhere Erträge bringen sollten und weltweit davon seit den 60er Jahren um Größenordnungen mehr angewandt wird, so ist diese erwartbare Abhängigkeit nicht zu erkennen. Gerade für Sojabohnen (lila), Palmfrüchte (hellgeb), Reis (braun), Zuckerohr (dunkelblau) und Bananen (hellrot) ist dies nicht signifikant. Ganz im Gegenteil sind rückläufige Tendenzen erkennbar. Lediglich Mais hat eine hohe Steigerung der Produktivität erfahren (2000 - 2006 & 2011 - 2012), die jedoch nunmehr auch in die Stagnation übergeht. Hieraus kann tendenziell geschlussfolgert werden, dass sowohl der Anbau von Monokulturen und der Einsatz von industrieller Landwirtschaft, insbesondere von Agrargiften keine mittlere oder langfristige Steigerung der Produktivität ergibt, sogar gegenteilige Auswirkungen hat. Und darüber hinaus hat der Anbau von raren, nachhaltigen und ökologischen Exportgütern einen erheblichen Marktwertzuwachs von ein bis vier Größenordnungen (Kaffee, Kakao, Bananen) erfahren.