Ecuador: Ergebnisse der EWSE2017: Energiemix nach Elektrizität für 2015, 2025, 2035
/ Ecuador - Die Energiewende
# Diagramm VI.5.2.6
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Änderung der erzeugten elektrischen Energie pro Jahr [TWh/a] in den Jahren 2015, 2025, 2035 CC-BY-NC-SA 4.0 TEOO - Stefan Golla 2017 Diagrammbeschreibung VI.5.2.4-7: Die gewählten drei ersten Grafiken sollen die Unterschiede im Verlauf des Energiewende-Szenarios aus den Darstellungen der Diagramme VI.5.2.1-3 gezielt im Prozess veranschaulichen: heutiger Ist-Zustand (2015), mitten im Vollzug der Energiewende (2025) und zur Zielerreichung der Energiewende (2035). Die punktuell, zeitlich fokussierten Darstellungen wurden zudem mit den konkreten relativen und absoluten Werten versehen, um deren Relationen zueinander besser zu erfassen – EEA sind nicht gleich EEA. Besonders sichtbar wird der Transformations- und Mengenänderungsprozess in Hinblick auf die Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergienutzung. In Diagramm VI.5.2.4 verdreifacht sich beispielsweise die Erzeugerleistung der Wasserkraft (blau), halbiert sich dabei prozentual bis 2025 und weitere zehn Jahre später halbiert sich die installierte Leistung grafisch auf das Doppelte des Wertes von 2015. Ein Ausdruck für den vielfachen Zubau von 5,5 GW auf 59,8 GW der Erzeugerleistung. Die Solarthermie (violett) ist hier als installierte Leistung für Wärmeversorgung mit 17,3 GWth notiert, taucht jedoch nicht mehr in der Erzeugung der elektrischen Energie auf, wenngleich die so bereits bereitgestellte Energie als Wärme nicht mehr durch Elektrizität absolut erbracht werden muss. Die maximale elektrische Leistung im Netz mit der Regelleistung aus GtP-Anlagen (50 % der PtG-Leistung, ohne STA) beträgt 60,8 GWel. Ebenso kann man an den prozentualen Verhältnissen von Windkraft und PV erkennen, welchen erheblichen Einfluss der JELZ auf die elektrische Energieproduktion in Bezug auf die installierte Leistung hat. Aus dem Diagramm VI.5.2.6 erkennt man den erheblichen Einfluss der fossilen Elektrizitätserzeugung (schwarz), aus oftmals ausgeklammerten Inselsystemen, die ein Jahrzehnt weiter schon keine Rolle mehr spielen wird. Angenommen ihr Betrag bliebe bis 2035 noch immer erhalten, so wird ersichtlich, dass fossile Energieträger bei Weitem nicht das Potenzial besitzen, den Gesamtenergiebedarf nur andeutungsweise von Ecuador in 10 oder 20 Jahren zu decken. In der Grafik VI.5.2.7. ist das durchschnittliche erneuerbare und nachhaltige EEA-Potenzial von möglichen installierbaren Anlagenleistungen dargestellt. Vage könnte man annehmen, dass das rein theoretische, erneuerbare, aber bei Weitem nicht mehr nachhaltige, EE-Potenzial bei etwa 5,7 TWel (10 % der Landesfläche) in Ecuador liegt. Daraus ergibt sich mit den zusammengetragenen Werten unter den Annahmen von Kapitel V (Tabelle V.9.1) ein praktisch nachhaltiges Potenzial von 103,5 GWel+th, bzw. 120,7 - 147 GWel+th, unter Berücksichtigung der höheren geeigneten Dachfläche von zusätzlichen 430 km² aus der WWS 2017. Die Nutzung von Freiflächenanlagen wäre demnach nicht erforderlich. Im Zuge der Energiewende findet sich mit der Transformation, mit dem Ende der Wachstumsphase, ein benötigtes Potenzial von 58,9 GW, inklusive einer Reserve von 5 - 10 %.