Ecuador: Ergebnisse der EWSE2017: Ex- und Import von Gas- und Flüssigtreibstoffen
/ Ecuador - Die Energiewende
# Diagramm VI.5.3.3
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im Zeitraum 2010–2035; CC_BY-NC-SA 4.0 TEOO.online Stefan Golla 2017 Diagrammbeschreibung VI.5.3.3: Im Gegensatz zum Diagramm VI.5.3.2 richtet sich der Blick hier auf den Export (positiv) und Import (negativ) von Treibstoffen. Verdeutlicht wird hier nochmals, dass Ecuador als Erdölexporteur unablässig von Treibstoffimporten abhängig ist und die eigene Produktion zudem nur durch den Import von NAO (Naphtha grau) fast ausschließlich bewerkstelligen kann. Kleinste Mengen an Treibstoffen wurden/werden auch durch lokale Überproduktion (2014 – 2017) an besonders langkettigen n-Alkanen (schwarz) exportiert („Abfälle“ aus den Raffinerien). Mit dem Ende der Erdöl- und Gasförderung und dem einhergehenden Ende der Raffinerierung endet auch die Einfuhr von NAO. Mit dem Jahr 2018 starten im Szenario die ersten PtG-Anlagen ihre Produktion (rot), die ab 2021 gigantische Mengen an Gas, als Treibstoffe 2. Generation, als Erdgasersatz synthetisch in Form von Wasserstoff und Methan erzeugen. Symbolisch dafür ist der Elektrizitätsbedarf (rot) für PtG aufgetragen. Aus dem Wasserstoff mit GtL-Anlagen folgt die Herstellung synthetischer erneuerbarer Treibstoffe, die mit den Treibstoffmigrationsmaßnahmen (Kap. V.8.3) den Import von dichteren, höheren n-Alkanen (blau) verringern. Die gleichzeitig drastische Zunahme an Gasbedarf kann damit in Waage gehalten werden. Mit dem Eintreten der Sättigungsphase ab 2027 (bei gleichzeitigem stärkeren Ausbau von EEA ab 2026) wird der Importanteil von Gas vollständig bis 2030 nachhaltig, CO2 - neutral und erneuerbar ersetzt. Durch die fortgeführten Migrationsmaßnahmen und Effizienzsteigerung sinkt der Elektrizitäts- und Treibstoffbedarf von Ecuador, sodass ein Großteil aller Flüssigtreibstoffe ab 2030 exportiert werden. Gleichzeitig sinkt der heimische Bedarf bis 2035 gegen Null und regelt den Bedarf und damit den Zubau an EEA in der Simulation ab.