Ecuador: Ergebnisse der EWSE2017: Übersicht im Zeitraum 2010 - 2035
/ Ecuador - Die Energiewende
# Diagramm VI.5.1
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- durchgezogene Graphen links logarithmisch aufgetragen, rechts gestrichelte sind linear mit Achsenumkehr. Erreichen der Energiewende bis 2031 mit Primärenergie und 2018 im elektrischen Sektor. Erdölförderung wird bis 2020 eingestellt. CC-BY-NC-SA 4.0 TEOO - Stefan Golla 2017 Diagrammbeschreibung VI.5.1: Mit dem Sturz des Ölpreises seit 2014 auf 30 - 50 USD/b (Brent) bis 2017 - 2020 sind neue Erdöl-Erkundungen und Förderungen (dunkelblau) unrentabel, bzw. spekulativ und stellen eine enorme Belastung für den Staatshaushalt dar. Mit Internalisierung aller Förder- und Folgekosten und Beendigung jeglicher Subventionen werden nicht-primäre oder neue Förderung unwirtschaftlich (orange). Mit dem Ende der Subventionierung wird nicht nur die Erdölförderung bis 2019/2020 de facto eingestellt werden, sondern bricht auch die wirtschaftlich förderbare Reserve (braun) auf unter 1,2 G.b zusammen und wird unangetastet im Untergrund verbleiben. Auch wenn diese nicht weiter ausgebeutet wird, so sinkt die förderbare Reserve aufgrund des weiter fallenden Erdölpreise (Grenzkosten). Auch wenn zu dem genannten Erdölpreis noch etwa ⅛ der Ressourcen theoretisch wirtschaftlich förderbar wären, so sind diese auf verschiedene Quellen soweit verteilt, dass die spezifischen Erschließungskosten mit den erwartbaren Fördermengen dennoch nicht kostendeckend sein würden. Mit den anvisierten Maßnahmen der Treibstoffmigration und Ausbau der EEA verringert sich der Bedarf an fossilen Treibstoffen und Rohöl (blau), der jedoch noch bis zum Jahr 2029 exponentiell abnehmend (lila) importiert wird. Durch den Import von Treibstoffen und ohne Förderung von eigenen Erdöl bei gleichzeitigen Erdölpreisen der nationalen Sorten Brent und Napo unter den Grenzkosten und günstigem Import wird maximal 5 G.USD/a an Treibstoffen importiert – fallend auf Null bis 2029. Mit dem Jahr 2030 kann Ecuador aus eigenen Kraft wieder Einnahmen von Flüssigtreibstoffen 2. Generation aus EEA gewinnbringend erzeugen (braun gestrichelt). Gleichzeitig steigt durch diese Umstrukturierung der elektrische Energiebedarf (dunkelgrün) im Zeitraum 2017 – 2031 von rund 35 TWh/a auf rund 165 TWh/a, wobei diese ab 2020 bereits zu 100 % erneuerbar (hellgrün) gedeckt werden. Dabei wächst auch die Netzreserve jährlich auf 13 TWh in 2033 (gelb gestrichelt). Der Energieexport aus erneuerbaren Quellen wird einen Pro-Kopf-Verbrauch von (fossiler) Primärenergie auf kleiner als 1 toe/a pro Einwohner bewirken, hingegen wird der elektrische Pro-Kopf Energiebedarf (helllila) auf 8 MWh/(hab*a) erwartbar ansteigen.