Ecuador: Ergebnisse der EWSE2017: Umstrukturierung der Transmission-Energieinfrastruktur
/ Ecuador - Die Energiewende
# Karte VI.5.4.1
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- besonders gute Eignungsgebiete für EEA und möglicher Ausbau eines nationalen Gas- und Elektrizitätsnetzes mit Um- und Rückbau von Erdölinfrastrukturen und HV-Transmissionsleitungen, Quellen:, OSM CC3.0; CC_BY-NC-SA 4.0 TEOO.online Stefan Golla 2017 Kartenbeschreibung VI.5.4.1: Im Unterschied zur Karte II.1.3.1, die den heutigen Ist-Zustand wiedergibt, fällt die geänderte Netzachse und Dichte von vormals horizontal vom Urwald zu den Häfen und hier, im Szenario am Ende des Energiewendevollzugs in Nord-Süd-Achsenausrichtung, ins Auge. Im Jahr 2015 war die Wirtschaft aufgrund des vorherrschenden Extraktivismus auf Export und Import ausgerichtet. Im Gegensatz hierzu steht mit der Energiewende bis 2035 die autarke Selbstversorgung im Vordergrund. Entlang der Verbrauchs- und Erzeugungsstrukturen in der Costa und der Sierra, der Städte und der zukünftigen Regionen für WEA und PVA Standorte, kann siedlungsnah Energie in die hier skizzierten Netzinfrastrukturen ein- und ausgeleitet werden. Mit den die hier horizontal verstärkten Verbindungsstücken zwischen Guayaquil-Cuenca und Quito-St. Domingo ist die parallele energetische Redundanz von Elektrizitäts- und Gasnetz umgesetzt. Von dieser Infrastruktur ferne und weniger besiedelte Orte können durch lokale Gasspeicherstrukturen auf einschneidende Verbindungen verzichten. Ehemals dominierte Erdölexportier- und Raffineriestrukturen zu Hafenstädten und vom Urwald können zurückgebaut und renaturiert werden. Bisherige Raffinerien werden zu GtL-Standorte umgewandelt. So können Standortvorteile mit kleinstem Fußabdruck umgenutzt werden und bieten gleichzeitig zentrale Regelleistungen im Hochleistungsbereich an. Interessant erscheint auch der Ansatz zum Ausbau einer internationalen Energieversorgungsstruktur mit Peru und Kolumbien für die überregionale Regelleistung und Export. Überlagert wurde die transformierte Energieinfrastruktur mit der Karte V.9.1, in der die ermittelten geeigneten EEA Vorranggebiete grob markiert wurden. Dabei wurde die Wasserkraft und Geothermie, die in den Tälern der seitlichen Andenausläufern und in den Anden selbst liegen aus Übersichtsgründen nicht eingezeichnet. Ebenso sollte hier erwähnt werden, dass die solaren Eignungsflächen quasi überall im Land nahezu ideale Bedingungen haben und lediglich zugängliche und besiedelte Regionen mit besonders hohen Direktstrahlungswerten hervorgehoben wurden.